Mit Allem verbunden und ganz bei dir

blog-name: 
Anita
Donnerstag, 16. Juli 2015 - 15:20

Jeden Tag eine Weile in der Natur zu verbringen, sie zu beobachten, dort, wo Natur ungestört einfach sein darf, bringt mehr Bewusstheit und Verbundenheit. Wo laufen Ameisen entlang, wann sieht man den ersten Schmetterling, welche Vögel singen da? Nach einem langen Winter spüren wir dann die Begeisterung beim ersten Anblick eines Veilchens im Frühling, wir sammeln Bärlauch und Brennesseln für stärkende Mahlzeiten, holen uns Heilpflanzen in den eigenen Garten oder auf den Balkon, erleben berauschende Sonnenuntergänge und Mondscheinnächte. Wir spüren den Wind in den Haaren und auf der Haut, die wärmende Sonne, ziehen genüssliche die regenfeuchte Luft durch die Nase, laufen barfuß über eine Wiese und durch einen kühlen Bach. Wir befühlen raue und glatte Rinden, schauen Knospen beim Aufgehen zu, essen Brombeeren vom Strauch und naschen Walderdbeeren auf einer Lichtung. Wir spüren die Kraft des Frühlings, wenn die Säfte in den Bäumen steigen, tanzen an lauen Sommerabenden unter blühenden Linden, lauschen ganz still am Schilfufer eines kleinen Sees einem Froschkonzert, erhaschen den stillen Flug einer Eule in der Dämmerung, finden Feuergeister im knisternden Feuer und entdecken Wolkenwesen am Himmel. Wir bestaunen einen Regenbogen, hören wie die Tauben klatschend von einem Dach aufsteigen, entdecken wie sich der Löwenzahn durch dicken Asphalt zwängt und die Natur sich Brachland im Nu zurückerobert.
Wenn du jeden Tag ein wenig Zeit ganz allein, achtsam, ohne Handy in die Natur gehst, spürst und beobachtest, bist du bald in der Natur zu Hause, fühlst dich sicher und geborgen, die Urkraft der Erde schenkt dir Vertrauen, deinen ganz eigenen Weg zu gehen. Der geht zuerst nach innen bis du ganz und gar bei dir angekommen bist. Dann brauchst du niemanden, der dir die Richtung zeigt, du bist dir ganz sicher, du weißt einfach, wohin der nächste Schritt geht. Die größte, beste und wahrhaftigste Lehrerin für dich bist du selbst.