Zur Erntezeit

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Andrea
Samstag, 12. September 2015 - 9:15

Das Jahresrad neigt sich in die dunkle Jahreszeit und wir nehmen schrittweise Abschied von der Hitze und dem Licht.
Die Früchte reifen und locken in ihren warmen Farben. Sie werden uns in die dunkle Zeit als Ernte begleiten und uns beim Nähren Sommergeschichten erzählen.
Auch unsere Erlebnisse während des Sommers wollen im Winter verarbeitet werde, tragen uns mit ihrem Licht und ihrer Wärme. Sie flüstern vom Vergangenem und künden das Kommende, dass es wieder Sommer werde.
Dies ist die Zeit, in der die rote Göttin in die schwarze übergeht, in der das Hervorbringen sich in Weisheit wandelt, in der die Aktivität allmählich in die Stille sinkt.
All das können wir als Ernte  über folgende Fragen zum Beispiel einfahren:

  • Was ist die Nahrung dieses Sommers, die ich mit in die dunkle Zeit nehme?
  • Was ist in diesem Jahr neu in mein Leben gekommen und macht mich reicher/ runder/ bunter?
  • Welches Sommermärchen möchte ich mir und dir im Winter erzählen?
  • Was ist noch Unverdautes und muss noch verarbeitet werden?
  • Welche Farben trägt für mich dieser Sommer? An welchen Duft will ich mich erinnern? Welcher Tanz war der wildeste?
  • Was könnte zum Samen reifen und über den Winter in der Erde ruhen, um als neues Potential im nächsten Frühjahr wieder geboren zu werden?

Zur Ernte genießen wir die letzten warmen Sonnenstrahlen, das groß gewordene goldene Licht und die bunten Blätterreigen.
Im Abschied wird vieles kostbar und wertvoll!